Statistik · Stand 1. November 2026

Vermieter in Zahlen 2026: Statistiken zu Eigentum, Mieten, Regulierung und Risiko

58 Zahlen, die einem privaten Vermieter etwas sagen — jede mit Herausgeber, Datum, Lizenz und der Stelle in der Quelle, an der sie steht. Wo zwei Quellen für dieselbe Frage verschiedene Werte nennen, steht beides da, mit dem Grund für den Unterschied.

Das Wichtigste in acht Zahlen

  1. →Nach einer SOEP-Auswertung des IW gab es 2022 in Deutschland über 5,5 Millionen private Kleinvermieter, 2010 waren es 3,7 Millionen.
  2. →58,2 Prozent der Haushalte in Deutschland lebten 2022 zur Miete, rund 22,9 Millionen.
  3. →Hauptmieterhaushalte gaben 2022 im Durchschnitt 27,9 Prozent ihres Haushaltsnettoeinkommens für die Bruttokaltmiete aus.
  4. →Die Landesverordnungen nennen mindestens 635 Städte und Gemeinden, in denen die Mietpreisbremse gilt (Stand 2. Oktober 2026).
  5. →Die Verbraucherpreise lagen im September 2026 um 26,6 Prozent über dem Durchschnitt des Jahres 2020.
  6. →Laut Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbunds lagen die Betriebskosten im Abrechnungsjahr 2024 im Schnitt bei 2,67 Euro je Quadratmeter und Monat.
  7. →Für das Jahr 2022 meldeten die Länder 27.319 Zwangsräumungen von Wohnraum; für Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein fehlen die Zahlen.
  8. →Ende 2024 standen laut CBRE-empirica-Leerstandsindex rund 522.000 marktaktive Geschosswohnungen leer, eine Leerstandsquote von 2,2 Prozent.

Wer vermietet

Wie viele private Vermieter es gibt, wie viele Wohnungen sie halten und wie alt sie sind.

5,5Mio.

Nach einer SOEP-Auswertung des IW gab es 2022 in Deutschland über 5,5 Millionen private Kleinvermieter, 2010 waren es 3,7 Millionen.

Hochrechnung aus dem Sozio-oekonomischen Panel über alle Haushalte mit Mieteinnahmen, gleich welcher Gebäudeart; das IW spricht im selben Text teils von Personen, teils von Haushalten; Gutachten im Auftrag zweier Haus-&-Grund-Vereine.

Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW), im Auftrag des Kölner Haus- und Grundbesitzervereins von 1888 und von Haus und Grund Düsseldorf: Private Vermieter in Deutschland. Mit einem besonderen Fokus auf Köln und Düsseldorf (Gutachten) · veröffentlicht 2025-06-26 · © Institut der deutschen Wirtschaft Köln, Zitat mit QuelleInteressenvertretung

13%

13 Prozent der Haushalte in Deutschland vermieten Wohnraum.

Der Anteil liegt laut SOEP seit 2019 stabil bei 13 Prozent; Gutachten im Auftrag zweier Haus-&-Grund-Vereine.

Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW), im Auftrag des Kölner Haus- und Grundbesitzervereins von 1888 und von Haus und Grund Düsseldorf: Private Vermieter in Deutschland. Mit einem besonderen Fokus auf Köln und Düsseldorf (Gutachten) · veröffentlicht 2025-06-26 · © Institut der deutschen Wirtschaft Köln, Zitat mit QuelleInteressenvertretung

5,2Mio.

Knapp 5,2 Millionen Privatpersonen besitzen allein oder mit anderen Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern.

Repräsentative Eigentümerbefragung 2021/2022 mit über 1.200 Teilnehmern; vermietete Ein- und Zweifamilienhäuser sind nicht enthalten, die Zahl ist also keine Gesamtzahl aller privaten Vermieter.

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR); Auftragnehmer Institut Wohnen und Umwelt (IWU): Privateigentümer von Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern (BBSR-Online-Publikation 29/2025) · veröffentlicht 2025-06 · © BBSR, alle Rechte vorbehalten; Zitat mit Quelle

60%

60 Prozent der privaten Eigentümer von Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern besitzen nur eine einzige Mietwohnung.

Nur etwa jeder achte Privateigentümer hat sechs oder mehr Mietwohnungen, rund ein Prozent 31 oder mehr; Bezugsgröße sind Mehrfamilienhäuser.

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR); Auftragnehmer Institut Wohnen und Umwelt (IWU): Privateigentümer von Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern (BBSR-Online-Publikation 29/2025) · veröffentlicht 2025-06 · © BBSR, alle Rechte vorbehalten; Zitat mit Quelle

58%

58 Prozent der privaten Vermieter vermieten nur eine Wohnung, weitere 19 Prozent zwei.

Online-Panelbefragung von 1.002 privaten Vermietern im Februar 2026; Herausgeber ist ein Vertrieb von Kapitalanlage-Immobilien, die Auswertung stammt vom IW.

DI Deutschland.Immobilien AG in Zusammenarbeit mit dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW): Deutschland.Immobilien Vermieterreport 2026 · veröffentlicht 2026-06-01 · © DI Deutschland.Immobilien AG / IW, Zitat mit Quelle

58,1%

58,1 Prozent der befragten Haus-&-Grund-Mitglieder vermieten zwischen einer und fünf Wohneinheiten.

Online-Befragung von knapp 24.000 Mitgliedern (21.01. bis 16.04.2026), repräsentativ nur für Verbandsmitglieder; 12,5 Prozent vermieten mehr als 15 Wohneinheiten.

Haus & Grund Deutschland: Vermieterbefragung 2026 · veröffentlicht 2026-06 · © Haus & Grund, Zitat mit QuelleInteressenvertretung

59,8Jahre

Private Eigentümer von Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern sind im Mittel 59,8 Jahre alt.

Drei von vier sind zwischen 45 und 74 Jahre alt; der Vermieterreport 2026 (Panelbefragung) nennt ein Durchschnittsalter von 58 Jahren.

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR); Auftragnehmer Institut Wohnen und Umwelt (IWU): Privateigentümer von Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern (BBSR-Online-Publikation 29/2025) · veröffentlicht 2025-06 · © BBSR, alle Rechte vorbehalten; Zitat mit Quelle

41%

41 Prozent der privaten Vermieter waren 2022 65 Jahre oder älter, unter den übrigen Haushalten 32 Prozent.

SOEP-Auswertung; nur 6 Prozent der Vermieter sind jünger als 35 Jahre; Gutachten im Auftrag zweier Haus-&-Grund-Vereine.

Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW), im Auftrag des Kölner Haus- und Grundbesitzervereins von 1888 und von Haus und Grund Düsseldorf: Private Vermieter in Deutschland. Mit einem besonderen Fokus auf Köln und Düsseldorf (Gutachten) · veröffentlicht 2025-06-26 · © Institut der deutschen Wirtschaft Köln, Zitat mit QuelleInteressenvertretung

57,8%

57,8 Prozent aller Wohnungen in Deutschland liegen in Gebäuden im Eigentum von Privatpersonen.

Bezug sind alle 43,1 Millionen Wohnungen samt selbst genutzter; weitere 21,5 Prozent gehören Gemeinschaften von Wohnungseigentümern, zusammen rund 79,4 Prozent.

Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Zensus 2022): Zensusdatenbank, Tabelle 4000W-1011: Wohnungen: Eigentumsform des Gebäudes · veröffentlicht 2024-06 · Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0

63,5%

63,5 Prozent der 23,06 Millionen zu Wohnzwecken vermieteten Wohnungen gehörten 2022 Privatpersonen oder Wohnungseigentümergemeinschaften.

Zensus 2011 lag der Anteil bei 65,5 Prozent; leerstehende Wohnungen sind nicht enthalten.

Deutscher Bundestag / Bundesregierung: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage, Drucksache 21/8329 · veröffentlicht 2026-10-05 · Amtliches Werk (§ 5 UrhG), frei nutzbar mit Quelle

64,4%

Rund 64,4 Prozent der etwa 25 Millionen Mietwohnungen, rund 16,1 Millionen, gehören Privatpersonen oder Wohnungseigentümergemeinschaften.

Bezugsgröße sind alle nicht selbst genutzten Wohnungen einschließlich Leerstand; die Rechnung folgt dem IW-Gutachten von 2025.

Deutscher Bundestag / Bundesregierung: Fünfter Bericht der Bundesregierung über die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Deutschland und Wohngeld- und Mietenbericht 2024, Drucksache 21/2170 · veröffentlicht 2025-10-08 · Amtliches Werk (§ 5 UrhG), frei nutzbar mit Quelle

Weiter: Wohnung privat vermieten: der Leitfaden

Mieter und Eigentümer

Wie viele Menschen zur Miete wohnen und wie hoch die Eigentumsquote ist — je nach Bezugsgröße.

41,9%

41,9 Prozent der Haushalte in Deutschland wohnten 2022 in den eigenen vier Wänden.

Mikrozensus-Zusatzprogramm Wohnen 2022, nur Haushalte, die allein in einer Wohnung leben; wegen Zeitreihenbruchs nicht mit Vorjahren vergleichbar.

Statistisches Bundesamt (Destatis): Eigentumsquote (Mikrozensus-Zusatzprogramm Wohnen 2022) · veröffentlicht 2024-02-19 · Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0

58,2%

58,2 Prozent der Haushalte in Deutschland lebten 2022 zur Miete, rund 22,9 Millionen.

Diese Tabelle zählt alle Haushalte (Eigentümeranteil 41,8 Prozent); die Eigentumsquote-Tabelle mit 41,9 Prozent nur Haushalte allein in einer Wohnung.

Statistisches Bundesamt (Destatis): Wohnsituation privater Haushalte 2022 in Deutschland · veröffentlicht 2025-05 · Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0

44,3%

44,3 Prozent der bewohnten Wohnungen wurden 2022 von ihren Eigentümern bewohnt, 2011 waren es 45,9 Prozent.

Zensus-Gebäude- und Wohnungszählung, nur bewohnte Wohnungen in Wohngebäuden ohne Wohnheime; ein Einfamilienhaus zählt als eine Wohnung.

Statistisches Bundesamt (Destatis), WISTA 2/2026 (Kohlhepp, Tatzel, Dreschmitt, Pfahl): Eigentumsquoten im Vergleich. Ausgewählte Ergebnisse der Gebäude- und Wohnungszählung 2022 · veröffentlicht 2026-04 · Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, mit Quellenangabe gestattet (Destatis)

47,2%

47,2 Prozent der Bevölkerung in Deutschland lebten 2025 im Wohneigentum, der niedrigste Wert in der EU.

EU-SILC zählt Personen, nicht Haushalte oder Wohnungen; 2024 lag der Wert ebenfalls bei 47,2 Prozent.

Eurostat (EU-SILC): Verteilung der Bevölkerung nach Wohnbesitzverhältnissen, Haushaltstyp und Einkommensgruppe (ilc_lvho02) · veröffentlicht 2026-10-20 · CC BY 4.0 (Eurostat-Weiterverwendungsregeln)

52,8%

52,8 Prozent der Bevölkerung in Deutschland lebten 2025 zur Miete, der höchste Anteil in der EU.

Personenebene aus EU-SILC; das Mikrozensus-Zusatzprogramm Wohnen misst Haushalte und kommt deshalb auf andere Werte.

Statistisches Bundesamt (Destatis): EU-Vergleich: Deutschland ist Mieterland Nummer 1 · veröffentlicht 2026-04-30 · Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0

Mieten und Mietbelastung

Wie hoch Bestands- und Angebotsmieten sind und welchen Teil ihres Einkommens Mieterhaushalte für die Miete ausgeben.

7,28Euro/m²

Die durchschnittliche Nettokaltmiete lag laut Zensus 2022 bundesweit bei 7,28 Euro pro Quadratmeter.

Der Zensus erfasst alle bestehenden Mietverhältnisse einschließlich sehr alter Verträge, daher liegt der Wert deutlich unter den Angebotsmieten bei Neuvermietung.

Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Destatis): KORREKTUR: Zensus 2022: Drei Viertel aller Wohnungen mit Gas oder Öl beheizt (Pressemitteilung Nr. 45) · veröffentlicht 2024-06-25 · Bezug 15.05.2022 · Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0

11,11Euro/m²

Inserierte Bestandswohnungen wurden 2025 bei Wiedervermietung im Bundesdurchschnitt für 11,11 Euro pro Quadratmeter nettokalt angeboten.

Angebotsmieten aus Internetinseraten sind geforderte, nicht vereinbarte Mieten und enthalten keine Neubauwohnungen.

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR): Mieten driften in Deutschland immer weiter auseinander (Topmeldung) · veröffentlicht 2026-06-10 · Bezug 2025 · Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0

3,5%

Die Wiedervermietungsmieten stiegen 2025 um 3,5 Prozent, nach 5,7 Prozent im Jahr 2023 und 4,8 Prozent im Jahr 2024.

Der Anstieg verlangsamt sich, die Mieten steigen aber weiter.

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR): Mieten driften in Deutschland immer weiter auseinander (Topmeldung) · veröffentlicht 2026-06-10 · Bezug 2025 · Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0

7,76Euro/m²

Die durchschnittliche Bestandsmiete lag 2025 nach Schätzung des BBSR bundesweit bei rund 7,76 Euro pro Quadratmeter.

Es handelt sich um eine Fortschreibung des BBSR, keine neue Vollerhebung; die letzte gemessene Bestandsmiete ist der Zensuswert von 2022.

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR): Mieten driften in Deutschland immer weiter auseinander (Topmeldung) · veröffentlicht 2026-06-10 · Bezug 2025 · Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0

43%

Wiedervermietungsmieten lagen 2025 etwa 43 Prozent über den Mieten bestehender Verträge.

Mieterhöhungen im Bestand sind gesetzlich begrenzt, größere Anpassungen an das Marktniveau erfolgen meist erst beim Mieterwechsel.

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR): Mieten driften in Deutschland immer weiter auseinander (Topmeldung) · veröffentlicht 2026-06-10 · Bezug 2025 · Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0

27,9%

Hauptmieterhaushalte gaben 2022 im Durchschnitt 27,9 Prozent ihres Haushaltsnettoeinkommens für die Bruttokaltmiete aus.

Die Quote bezieht sich auf die Bruttokaltmiete (Nettokaltmiete plus kalte Nebenkosten), nicht auf die Nettokaltmiete; die Erstergebnisse hatten 27,8 Prozent ergeben, die nächste Erhebung ist die Mikrozensus-Zusatzerhebung 2026.

Statistisches Bundesamt (Destatis): Mieten, Mietbelastung, Haushaltsgröße und Haushaltsnettoeinkommen (Tabelle, Mikrozensus 2022, Endergebnisse) · veröffentlicht 2025-05-19 · Bezug 2022 · Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0

29,5%

Haushalte, die ihre Wohnung 2019 oder später angemietet hatten, wendeten 2022 durchschnittlich 29,5 Prozent ihres Einkommens für die Bruttokaltmiete auf, Haushalte mit Verträgen von vor 1999 nur 26,8 Prozent.

Erstergebnis der Mikrozensus-Zusatzerhebung 2022; der Abstand spiegelt höhere Neuvertragsmieten wider.

Statistisches Bundesamt (Destatis): Haushalte wendeten 2022 durchschnittlich 27,8 % ihres Einkommens für die Miete auf (Pressemitteilung Nr. 129) · veröffentlicht 2023-03-31 · Bezug 2022 · Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0

16%

16 Prozent aller Mieterhaushalte, rund 3,1 Millionen, zahlten 2022 mehr als 40 Prozent ihres Einkommens für die Bruttokaltmiete.

Erstergebnis des Mikrozensus 2022; rund 1,5 Millionen dieser Haushalte lagen sogar bei 50 Prozent oder mehr.

Statistisches Bundesamt (Destatis): Haushalte wendeten 2022 durchschnittlich 27,8 % ihres Einkommens für die Miete auf (Pressemitteilung Nr. 129) · veröffentlicht 2023-03-31 · Bezug 2022 · Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0

11,2%

11,2 Prozent der Bevölkerung in Deutschland lebten 2025 in Haushalten, die mehr als 40 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für Wohnen ausgaben.

EU-SILC zählt Miet- und Eigentümerhaushalte und schließt Energie- und Instandhaltungskosten ein, ist also nicht mit der Mietbelastungsquote des Mikrozensus vergleichbar; EU-Durchschnitt 7,7 Prozent.

Statistisches Bundesamt (Destatis): Überbelastung durch Wohnkosten: 11,2 % der Bevölkerung in Deutschland betroffen · veröffentlicht 2026-05-15 · Bezug 2025 · Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0

Weiter: Mietpreis-Rechner (Mietspiegel) · Was ein Mietspiegel ist

Regulierung: Mietpreisbremse

Wo die Mietpreisbremse gilt, nach den Landesverordnungen im Register.

13Bundesländer

In 13 der 16 Bundesländer gilt eine Landesverordnung zur Mietpreisbremse (Stand 2. Oktober 2026).

Die Bremse gilt nur in Gebieten, die ein Land per Verordnung bestimmt; die hessische Verordnung läuft laut Register am 25. November 2026 aus.

Landesregierungen (Gesetz- und Verordnungsblätter), zusammengestellt im Mietpreisbremse-Register: Landesverordnungen nach § 556d Abs. 2 BGB (Gemeindelisten und Fundstellen in den Gesetz- und Verordnungsblättern der Länder; Rechtsgrundlage verlinkt) · veröffentlicht 2026-10-02 · amtliche Werke (§ 5 UrhG)

3Bundesländer

3 Bundesländer haben keine Mietpreisbremse: Saarland, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein (Stand 2. Oktober 2026).

Dort gilt bei Wiedervermietung keine Obergrenze aus §§ 556d ff. BGB; Grenzen für Mieterhöhungen im laufenden Vertrag gelten trotzdem.

Landesregierungen (Gesetz- und Verordnungsblätter), zusammengestellt im Mietpreisbremse-Register: Landesverordnungen nach § 556d Abs. 2 BGB (Gemeindelisten und Fundstellen in den Gesetz- und Verordnungsblättern der Länder; Rechtsgrundlage verlinkt) · veröffentlicht 2026-10-02 · amtliche Werke (§ 5 UrhG)

635Gemeinden

Die Landesverordnungen nennen mindestens 635 Städte und Gemeinden, in denen die Mietpreisbremse gilt (Stand 2. Oktober 2026).

Mindestzahl: Rheinland-Pfalz erfasst zusätzlich ganze Landkreise, ohne ihre Gemeinden einzeln zu nennen.

Landesregierungen (Gesetz- und Verordnungsblätter), zusammengestellt im Mietpreisbremse-Register: Landesverordnungen nach § 556d Abs. 2 BGB (Gemeindelisten und Fundstellen in den Gesetz- und Verordnungsblättern der Länder; Rechtsgrundlage verlinkt) · veröffentlicht 2026-10-02 · amtliche Werke (§ 5 UrhG)

Weiter: Mietpreisbremse für Vermieter · Mietpreis-Rechner zur Mietpreisbremse

Inflation und Indexmiete

Der Verbraucherpreisindex, an dem jede Indexmiete hängt.

126,6Indexpunkte

Der Verbraucherpreisindex für Deutschland lag im September 2026 bei 126,6 Punkten (2020 = 100).

Der jüngste veröffentlichte Wert, mit dem sich eine Indexmieterhöhung nach § 557b BGB berechnen lässt; welche Monate maßgeblich sind, richtet sich nach Vertrag und letzter Anpassung.

Statistisches Bundesamt (Destatis): Verbraucherpreisindex für Deutschland, Basis 2020 = 100 · veröffentlicht 2026-09 · Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0

3,3%

Die Verbraucherpreise lagen im September 2026 um 3,3 Prozent über dem Vorjahresmonat.

Aus den Indexwerten berechnet und auf eine Nachkommastelle gerundet wie die Inflationsrate von Destatis.

Statistisches Bundesamt (Destatis): Verbraucherpreisindex für Deutschland, Basis 2020 = 100 · veröffentlicht 2026-09 · Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0

2,2%

Die Jahresteuerung in Deutschland betrug 2025 2,2 Prozent.

Veränderung des Jahresdurchschnitts gegenüber dem Vorjahr; das letzte vollständige Jahr der Reihe.

Statistisches Bundesamt (Destatis): Verbraucherpreisindex für Deutschland, Basis 2020 = 100 · veröffentlicht 2026-09 · Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0

6,9%

Mit 6,9 Prozent war 2022 das Jahr mit der höchsten Teuerung der gesamtdeutschen Indexreihe.

Indexmieten, die in diesem Jahr angepasst wurden, stiegen entsprechend stark.

Statistisches Bundesamt (Destatis): Verbraucherpreisindex für Deutschland, Basis 2020 = 100 · veröffentlicht 2026-09 · Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0

26,6%

Die Verbraucherpreise lagen im September 2026 um 26,6 Prozent über dem Durchschnitt des Jahres 2020.

2020 ist das Basisjahr des Index (Jahresdurchschnitt = 100); wie weit eine Indexmiete gestiegen ist, hängt vom Monat ab, in dem sie vereinbart oder zuletzt angepasst wurde.

Statistisches Bundesamt (Destatis): Verbraucherpreisindex für Deutschland, Basis 2020 = 100 · veröffentlicht 2026-09 · Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0

7,5%

Eine Indexmiete von 1.000 Euro, vereinbart im September 2023, darf nach dem Index für September 2026 um 7,5 Prozent steigen.

Rechenbeispiel aus den Indexwerten beider Monate; zwischen zwei Anpassungen muss die Miete jeweils mindestens ein Jahr unverändert bleiben (§ 557b Abs. 2 BGB).

Statistisches Bundesamt (Destatis): Verbraucherpreisindex für Deutschland, Basis 2020 = 100 · veröffentlicht 2026-09 · Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0

Weiter: Verbraucherpreisindex: Tabelle · Indexmiete-Rechner

Kosten der Vermietung

Betriebskosten, Pauschalen, Verwaltung und die CO₂-Kosten, die Vermieter tragen.

2,67€/m² Wohnfläche und Monat

Laut Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbunds lagen die Betriebskosten im Abrechnungsjahr 2024 im Schnitt bei 2,67 Euro je Quadratmeter und Monat.

Der Mieterbund ist Interessenvertretung der Mieter; Grundlage sind Abrechnungen aus seiner Beratung (rund 12,4 Millionen Quadratmeter), nicht eine amtliche Stichprobe; der Wert enthält Heizung und Warmwasser.

Deutscher Mieterbund e. V.: Mieterbund veröffentlicht aktuellen Betriebskostenspiegel für Deutschland (Pressemeldung) · veröffentlicht 2025-12-18 · Bezug Abrechnungsjahr 2024 · Zitat mit QuelleInteressenvertretung

3,68€/m² Wohnfläche und Monat

Fallen alle Betriebskostenarten an, kann die „zweite Miete“ laut Mieterbund bis zu 3,68 Euro je Quadratmeter und Monat betragen.

Rechenwert aus der Summe aller Einzelpositionen, nicht eine beobachtete Durchschnittswohnung; Interessenvertretung der Mieter.

Deutscher Mieterbund e. V.: Mieterbund veröffentlicht aktuellen Betriebskostenspiegel für Deutschland (Pressemeldung) · veröffentlicht 2025-12-18 · Bezug Abrechnungsjahr 2024 · Zitat mit QuelleInteressenvertretung

1,32€/m² Wohnfläche und Monat

Heizung und Warmwasser kosteten im Abrechnungsjahr 2024 laut Mieterbund durchschnittlich 1,32 Euro je Quadratmeter und Monat, in der Spitze 2,18 Euro.

Knapp die Hälfte der durchschnittlichen Betriebskosten entfällt damit auf Wärme; die Spanne hängt stark vom energetischen Zustand und Energieträger ab.

Deutscher Mieterbund e. V.: Mieterbund veröffentlicht aktuellen Betriebskostenspiegel für Deutschland (Pressemeldung) · veröffentlicht 2025-12-18 · Bezug Abrechnungsjahr 2024 · Zitat mit QuelleInteressenvertretung

11,5€/m² Wohnfläche und Jahr (Ausgangswert, Bezugsfertigkeit ≥ 32 Jahre)

§ 28 II. BV nennt als Instandhaltungspauschale höchstens 7,10 Euro, 9 Euro bzw. 11,50 Euro je Quadratmeter Wohnfläche und Jahr, gestaffelt nach Gebäudealter.

Das sind die nominalen Ausgangsbeträge; sie werden nach § 28 Abs. 5a i. V. m. § 26 Abs. 4 alle drei Jahre mit dem Verbraucherpreisindex fortgeschrieben und gelten unmittelbar nur für die Kostenmiete preisgebundener Wohnungen.

Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de: § 28 Zweite Berechnungsverordnung (II. BV) – Instandhaltungskosten · veröffentlicht 1990-10-12 · Bezug geltendes Recht (Ausgangswerte vor Indexierung) · amtliches Werk

18,62€/m² Wohnfläche und Jahr (Bezugsfertigkeit ≥ 32 Jahre)

Seit dem 1. Januar 2026 beträgt die fortgeschriebene Instandhaltungspauschale nach II. BV 11,50 Euro, 14,58 Euro bzw. 18,62 Euro je Quadratmeter und Jahr, je nach Gebäudealter.

Fortschreibung um 8,37 Prozent nach Verbraucherpreisindex (Oktober 2022 bis Oktober 2025), berechnet vom Wohnungswirtschaftsverband VdW Bayern; eine amtliche Bekanntmachung gibt es nicht, der Wert ist aber aus § 26 Abs. 4 II. BV nachrechenbar.

VdW Bayern – Verband bayerischer Wohnungsunternehmen e. V.: Zweite Berechnungsverordnung (II. BV): Anpassung der Pauschalen für Verwaltungs- und Instandhaltungskosten zum 01.01.2026 · veröffentlicht 2025-11-12 · Bezug ab 01.01.2026 · Zitat mit QuelleInteressenvertretung

372,46€ je Wohnung und Jahr

Die fortgeschriebene Verwaltungskostenpauschale nach § 26 II. BV beträgt seit dem 1. Januar 2026 372,46 Euro je Wohnung und Jahr.

Gesetzlicher Ausgangswert sind 230 Euro (§ 26 Abs. 2 II. BV), indexiert alle drei Jahre; maßgeblich für die Kostenmiete preisgebundener Wohnungen, für freie Vermietung nur ein Orientierungswert.

VdW Bayern – Verband bayerischer Wohnungsunternehmen e. V.: Zweite Berechnungsverordnung (II. BV): Anpassung der Pauschalen für Verwaltungs- und Instandhaltungskosten zum 01.01.2026 · veröffentlicht 2025-11-12 · Bezug ab 01.01.2026 · Zitat mit QuelleInteressenvertretung

30,19€ je Einheit und Monat

Laut VDIV-Branchenbarometer 2026 lag die durchschnittliche Vergütung in der Mietverwaltung 2025 bei 30,19 Euro je Einheit und Monat.

Selbstauskunft von Verwaltungsunternehmen gegenüber ihrem Branchenverband; in der WEG-Verwaltung waren es 29,12 Euro netto, kleine Gemeinschaften zahlen deutlich mehr als große.

VDIV Deutschland – Verband der Immobilienverwalter Deutschland e. V.: Verwaltervergütung: Analysen, Strategien und Kalkulationen (Zahlen aus dem 14. VDIV-Branchenbarometer 2026) · veröffentlicht 2026-08-04 · Bezug 2025 · Zitat mit QuelleInteressenvertretung

95%

In Wohngebäuden mit 52 kg CO₂ je Quadratmeter und Jahr oder mehr trägt der Vermieter nach dem Stufenmodell 95 Prozent der CO₂-Kosten.

Das Stufenmodell hat 10 Stufen; unter 12 kg CO₂ je Quadratmeter und Jahr zahlt der Vermieter nichts. Hindern öffentlich-rechtliche Vorgaben (etwa Denkmalschutz oder Milieuschutz) energetische Maßnahmen, halbiert sich sein Anteil oder entfällt (§ 9 CO2KostAufG).

Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de): Kohlendioxidkostenaufteilungsgesetz, Anlage; Brennstoffemissionshandelsgesetz § 10 · veröffentlicht 2026-09-21 · amtliche Werke (§ 5 UrhG)

65€ je t CO₂

Der CO₂-Preis für Heizöl und Erdgas liegt 2026 in einem Korridor von 55 bis 65 Euro je Tonne; 2023 waren es 30 Euro.

Bis 2025 galten Festpreise; der Preis bestimmt mit dem Ausstoß die CO₂-Kosten, die nach Stufen zwischen Mieter und Vermieter geteilt werden.

Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de): Brennstoffemissionshandelsgesetz § 10 Abs. 2 · veröffentlicht 2026-09-21 · amtliche Werke (§ 5 UrhG)

0,73% p. a.

Einlagen privater Haushalte mit vereinbarter Kündigungsfrist bis drei Monate brachten im August 2026 durchschnittlich 0,73 Prozent Zinsen im Jahr (vorläufiger Wert).

Bundesbank-Durchschnitt über den Bestand der Einlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist bis drei Monate — eine Näherung für den „üblichen Zinssatz“ nach § 551 Abs. 3 BGB, seit es den früheren Spareckzins nicht mehr gibt; nicht der Basiszinssatz nach § 247 BGB.

Deutsche Bundesbank: MFI-Zinsstatistik: Einlagen privater Haushalte mit vereinbarter Kündigungsfrist bis 3 Monate (Bestand) · veröffentlicht 2026-08 · Bundesbank, Nutzung mit Quellenangabe

Weiter: CO₂-Kosten-Rechner · Mietkaution-Rechner · Was Anzeigen und Makler kosten: die Vermietungskosten-Studie

Risiko: Mietausfall und Räumung

Was über Mietausfall, Räumungen und Mietnomaden belegt ist — und was nicht.

27.319Zwangsräumungen von Wohnraum

Für das Jahr 2022 meldeten die Länder 27.319 Zwangsräumungen von Wohnraum; für Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein fehlen die Zahlen.

Ländermeldungen an das Bundesamt für Justiz, die Wohn- und Gewerberäume nicht überall trennen — weder eine genaue Wohnungszahl noch eine sichere Untergrenze; 2021 waren es 29.001 (ohne Schleswig-Holstein). Die Antwort der Bundesregierung stammt vom 29.11.2023.

Deutscher Bundestag (Antwort der Bundesregierung, BMJ): Drucksache 20/9592 – Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 27. November 2023 eingegangenen Antworten der Bundesregierung, Frage 62 (Caren Lay) · veröffentlicht 2023-12-01 · Bezug 2022 · amtliches Werk, § 5 UrhG

48.670Aufträge zur Zwangsräumung

Gerichtsvollzieher erhielten 2022 bundesweit 48.670 Aufträge zur Zwangsräumung, Wohn- und Gewerberäume zusammengerechnet.

Nicht jeder Auftrag endet in einer Räumung (viele erledigen sich durch Auszug oder Zahlung), und die Gerichtsvollzieherstatistik trennt nicht nach Wohn- und sonstigen Räumen.

Deutscher Bundestag (Antwort der Bundesregierung, BMJ): Drucksache 20/9592 – Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 27. November 2023 eingegangenen Antworten der Bundesregierung, Frage 62 (Caren Lay) · veröffentlicht 2023-12-01 · Bezug 2022 · amtliches Werk, § 5 UrhG

23% der Mitglieder mit Mieterkonflikten

In der Haus & Grund-Vermieterbefragung 2026 nannten 23,0 Prozent der Mitglieder, die im Vorjahr Konflikte mit Mietern hatten (44,6 Prozent), Mietausfall als Grund – rechnerisch rund 10,3 Prozent aller Antwortenden.

Online-Befragung von knapp 24.000 Verbandsmitgliedern (21.01.–16.04.2026), gewichtet auf die Mitgliedschaft, nicht auf alle privaten Vermieter; „Mietausfall“ ist nicht definiert und sagt nichts über Höhe oder Dauer.

Haus & Grund Deutschland (Auswertung: Humboldt-Universität zu Berlin): Haus & Grund Vermieterbefragung – Ergebnisse 2026 (Broschüre) · veröffentlicht 2026-07-01 · Bezug 2025 („im vergangenen Jahr“ bzw. „in den vergangenen 12 Monaten“) · Zitat mit QuelleInteressenvertretung

190.309erledigte Verfahren

Die Amtsgerichte erledigten 2024 bundesweit 190.309 Zivilverfahren im Sachgebiet Wohnungsmietsachen.

Die Justizstatistik zählt alle Wohnraum-Mietstreitigkeiten zusammen und weist Räumungsklagen nicht gesondert aus; Vermieter- und Mieterklagen sind nicht getrennt.

Statistisches Bundesamt (Destatis): Statistischer Bericht – Zivilgerichte – 2024, Tabelle 24231-03 (Amtsgericht) · veröffentlicht 2025-08-08 · Bezug 2024 · © Statistisches Bundesamt (Destatis), 2025; Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, mit Quellenangabe

2% der Erträge (Höchstansatz)

Die Zweite Berechnungsverordnung erlaubt für das Mietausfallwagnis einen Ansatz von höchstens 2 Prozent der Erträge.

Der Wert ist eine Kalkulationsgrenze für die Kostenmiete preisgebundener Wohnungen, keine gemessene Ausfallquote; er umfasst auch Leerstand und uneinbringliche Rechtsverfolgungskosten.

Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de: § 29 Zweite Berechnungsverordnung (II. BV) – Mietausfallwagnis · veröffentlicht 1990-10-12 · Bezug geltendes Recht (Neufassung 12.10.1990, zuletzt geändert 23.11.2007) · amtliches Werk

426Fälle in der Befragung

Die Bielefelder Mietnomaden-Studie im Auftrag von Bundesbau- und Bundesjustizministerium erkannte von rund 1.350 gemeldeten Fällen 426 als Mietnomaden-Fälle an.

Die Online-Befragung war nach Angabe der Bundesregierung nicht repräsentativ und sollte ausdrücklich nicht die Zahl der Mietnomaden in Deutschland ermitteln; 45 Prozent der Betroffenen meldeten Schäden bis 5.000 Euro, weitere 30 Prozent unter 10.000 Euro.

Forschungsstelle für Immobilienrecht der Universität Bielefeld (Artz/Jacoby) im Auftrag von BMVBS und BMJ; Bericht: baulinks.de: Mieterschutz und Investitionsbereitschaft im Wohnungsbau – Mietausfälle durch so genannte Mietnomaden (Endbericht vorgestellt am 07.02.2011) · veröffentlicht 2011-02-14 · Bezug gemeldete Fälle bis 2010 · Zitat mit Quelle

Weiter: Mietnomaden erkennen

Markt: Neubau, Leerstand, Wohngeld

Fertigstellungen, Genehmigungen, Leerstand und Wohngeld-Haushalte.

206.600Wohnungen

2025 wurden in Deutschland 206.600 Wohnungen fertiggestellt, 18,0 Prozent weniger als im Vorjahr und so wenige wie zuletzt 2012.

Enthalten sind Neubauwohnungen und durch Umbau in bestehenden Gebäuden entstandene Wohnungen.

Statistisches Bundesamt (Destatis): 18,0 % weniger fertiggestellte Wohnungen im Jahr 2025 (Pressemitteilung Nr. 174) · veröffentlicht 2026-05-22 · Bezug 2025 · Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0

238.100Wohnungen

2025 wurde der Bau von 238.100 Wohnungen genehmigt, 10,6 Prozent mehr als im Vorjahr.

Revidierter Stand vom Mai 2026; die vorläufige Meldung vom Februar 2026 nannte 238.500 Wohnungen und ein Plus von 10,8 Prozent.

Statistisches Bundesamt (Destatis): 18,0 % weniger fertiggestellte Wohnungen im Jahr 2025 (Pressemitteilung Nr. 174) · veröffentlicht 2026-05-22 · Bezug 2025 · Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0

169.400Wohnungen

Von Januar bis August 2026 wurden Baugenehmigungen für 169.400 Wohnungen erteilt, 12,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Vorläufiger Wert; Genehmigungen werden häufig erst durch Nachmeldungen späteren Monaten zugeordnet.

Statistisches Bundesamt (Destatis): Baugenehmigungen für Wohnungen im August 2026: +6,8 % zum Vorjahresmonat (Pressemitteilung Nr. 370) · veröffentlicht 2026-10-16 · Bezug Januar bis August 2026 · Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0

760.700Wohnungen

Ende 2025 waren 760.700 Wohnungen genehmigt, aber noch nicht fertiggestellt; davon befanden sich 307.200 bereits im Bau.

Der Bauüberhang lag auf Vorjahresniveau (759.700); wie viele Vorhaben nicht mehr verfolgt werden, ist unbekannt.

Statistisches Bundesamt (Destatis): 18,0 % weniger fertiggestellte Wohnungen im Jahr 2025 (Pressemitteilung Nr. 174) · veröffentlicht 2026-05-22 · Bezug 31.12.2025 · Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0

35.700Wohnungen

2025 erloschen Baugenehmigungen für 35.700 Wohnungen, so viele wie seit 2002 nicht.

2024 waren es 29.000, 2023 22.700; erloschene Genehmigungen fallen aus dem Bauüberhang.

Statistisches Bundesamt (Destatis): 18,0 % weniger fertiggestellte Wohnungen im Jahr 2025 (Pressemitteilung Nr. 174) · veröffentlicht 2026-05-22 · Bezug 2025 · Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0

4,3%

Am Zensusstichtag 15. Mai 2022 standen rund 1,9 Millionen Wohnungen leer, das entspricht einer Leerstandsquote von 4,3 Prozent.

Gezählt ist jeder Leerstand einschließlich Sanierungsfällen und Langzeitleerstand; nur 38 Prozent der leeren Wohnungen waren binnen drei Monaten beziehbar.

Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Destatis): Zensus 2022: 4,3 % aller Wohnungen stehen leer (Pressemitteilung Nr. 46) · veröffentlicht 2024-07-04 · Bezug 15.05.2022 · Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0

2,2%

Ende 2024 standen laut CBRE-empirica-Leerstandsindex rund 522.000 marktaktive Geschosswohnungen leer, eine Leerstandsquote von 2,2 Prozent.

Marktaktiv heißt sofort oder mittelfristig vermietbar, nur Geschosswohnungen; die Ausgabe mit Daten für Ende 2025 erscheint voraussichtlich im Dezember 2026.

empirica regio / empirica ag mit CBRE: Wohnungsleerstand 2024: Zweitgrößter Rückgang seit 20 Jahren (CBRE-empirica-Leerstandsindex 2025) · veröffentlicht 2025-12-16 · Bezug 31.12.2024 · Zitat mit Quelle

1,3Mio. Haushalte

Ende 2025 bezogen rund 1,3 Millionen Haushalte in Deutschland Wohngeld, 3,2 Prozent aller privaten Haushalte.

Höchster Wert seit Beginn der Zeitreihe 2005; der Anstieg um 7,2 Prozent folgt aus der turnusmäßigen Anpassung des Wohngelds an Preise und Mieten.

Statistisches Bundesamt (Destatis): KORREKTUR: 1,3 Millionen Wohngeldhaushalte im Jahr 2025 (Pressemitteilung Nr. 339) · veröffentlicht 2026-09-25 · Bezug 31.12.2025 · Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – 2.0

Weiter: Leerstand: Begriff und Folgen

Abgleich

Zahlen, die sich widersprechen

Für dieselbe Frage kursieren verschiedene Werte. Meist ist keiner falsch — sie zählen Verschiedenes.

Wie viele private Vermieter gibt es?

  • 5,2 Mio. — Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR); Auftragnehmer Institut Wohnen und Umwelt (IWU)
  • 5,5 Mio. — Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW), im Auftrag des Kölner Haus- und Grundbesitzervereins von 1888 und von Haus und Grund Düsseldorf(Interessenvertretung)
  • 5,2 Mio. — Haus & Grund Deutschland(Interessenvertretung)
  • 5,2 Mio. — Haus & Grund Deutschland(Interessenvertretung)

Die 5,2 Millionen des BBSR zählen nur Eigentümer von Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern (Befragung 2021/22), die 5,5 Millionen des IW alle Haushalte mit Mieteinnahmen im SOEP 2022, also auch vermietete Ein- und Zweifamilienhäuser; Haus & Grund nennt 5,2 Millionen für alle vermietenden Privatpersonen und gibt in „Wohnen in Zahlen“ SOEP/IW als Quelle an; woher genau die Zahl dort stammt, ist offen.

Wie viel Wohnraum gehört Privatleuten?

  • 57,8 % — Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Zensus 2022)
  • 79,4 % — Haus & Grund Deutschland(Interessenvertretung)
  • 63,5 % — Deutscher Bundestag / Bundesregierung
  • 64,4 % — Deutscher Bundestag / Bundesregierung

57,8 Prozent sind alle Wohnungen in Gebäuden von Privatpersonen, 79,4 Prozent dieselbe Basis plus Wohnungseigentümergemeinschaften, 63,5 Prozent beziehen sich nur auf die 23,06 Millionen tatsächlich vermieteten Wohnungen und 64,4 Prozent auf rund 25 Millionen nicht selbst genutzte Wohnungen einschließlich Leerstand. Die oft genannten 58,2 Prozent sind keine Eigentümerzahl, sondern der Anteil der Mieterhaushalte im Mikrozensus.

Wie hoch ist die Wohneigentumsquote?

  • 41,9 % — Statistisches Bundesamt (Destatis)
  • 41,8 % — Statistisches Bundesamt (Destatis)
  • 42 % — Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW), im Auftrag des Kölner Haus- und Grundbesitzervereins von 1888 und von Haus und Grund Düsseldorf(Interessenvertretung)
  • 44,3 % — Statistisches Bundesamt (Destatis), WISTA 2/2026 (Kohlhepp, Tatzel, Dreschmitt, Pfahl)
  • 47,2 % — Eurostat (EU-SILC)

41,9 und 41,8 Prozent zählen Haushalte im Mikrozensus 2022 (ohne beziehungsweise mit Haushalten, die sich eine Wohnung teilen), 42,0 Prozent sind selbst genutzte Wohnungen am gesamten Zensus-Bestand samt Leerstand, 44,3 Prozent selbst genutzte an bewohnten Wohnungen in Wohngebäuden und 47,2 Prozent Personen in EU-SILC 2025 – Eigentümerhaushalte sind im Schnitt größer, deshalb liegt die Personenquote am höchsten.

Wie viele Menschen und Haushalte wohnen zur Miete?

  • 52,8 % — Statistisches Bundesamt (Destatis)
  • 53 % — Deutscher Mieterbund(Interessenvertretung)
  • 58,2 % — Statistisches Bundesamt (Destatis)

52,8 Prozent sind Personen in EU-SILC 2025 (der Mieterbund nennt auf einer undatierten Seite rund 53 Prozent und „mehr als 21 Mio. Haushalte“, ohne Quelle), 58,2 Prozent sind Haushalte im Mikrozensus 2022, rund 22,9 Millionen – Mieterhaushalte sind kleiner, deshalb ist ihr Anteil an den Haushalten höher als an den Personen.

Leerstand: 4,3 Prozent (Zensus 2022) gegenüber 2,2 Prozent (CBRE-empirica, marktaktiv)

  • 4,3 % — Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Destatis)
  • 2,2 % — empirica regio / empirica ag mit CBRE

Der Zensus zählt jede leere Wohnung in allen Gebäudearten zum Stichtag 15.05.2022, auch Sanierungsfälle und Langzeitleerstand, während CBRE-empirica nur sofort oder mittelfristig vermietbare Geschosswohnungen Ende 2024 hochrechnet. Korrektur: Der Zensuswert lautet 4,3 Prozent, nicht 4,5 Prozent.

Mietbelastungsquote 27,9 Prozent: Bruttokaltmiete, nicht Nettokaltmiete

  • 27,9 % — Statistisches Bundesamt (Destatis)
  • 27,8 % — Statistisches Bundesamt (Destatis)

Destatis teilt die Bruttokaltmiete (Nettokaltmiete plus kalte Betriebskosten, also ohne Heizung und Warmwasser) durch das Haushaltsnettoeinkommen, eine Nettokalt-Quote läge also niedriger; 27,8 Prozent ist das Erstergebnis (März 2023), 27,9 Prozent das Endergebnis (Tabelle, Stand 19.05.2025).

Über 40 Prozent fürs Wohnen: 16 Prozent der Mieterhaushalte (Mikrozensus) gegenüber 11,2 Prozent der Bevölkerung (EU-SILC)

  • 16 % — Statistisches Bundesamt (Destatis)
  • 11,2 % — Statistisches Bundesamt (Destatis)

Beide nutzen die Schwelle von 40 Prozent, aber der Mikrozensus zählt Mieterhaushalte und die Bruttokaltmiete am Nettoeinkommen, EU-SILC dagegen Personen in Miet- und Eigentümerhaushalten mit allen Wohnkosten einschließlich Energie am verfügbaren Einkommen.

Bestandsmiete 7,28 Euro (Zensus 2022) gegenüber 7,76 Euro (BBSR 2025)

  • 7,28 Euro/m² — Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Destatis)
  • 7,76 Euro/m² — Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Der Zensuswert ist eine Vollerhebung zum Mai 2022, der BBSR-Wert eine Schätzung für 2025 auf dieser Basis; der Unterschied ist überwiegend Mietentwicklung über drei Jahre, keine Messabweichung.

Wie viele Zwangsräumungen gibt es pro Jahr?

Amtlich belegt (Bundestagsdrucksachen) sind nur die Werte bis 2022, aus Ländermeldungen mit fehlenden Ländern und uneinheitlicher Trennung von Wohn- und Gewerberäumen, also weder vollständig noch eine sichere Untergrenze. Die höheren Werte für 2023 und 2024 stammen aus einer RND-Auswertung von BMJ- und Länderzahlen, verbreitet per dts am 22.07.2025; eine Bundestagsdrucksache dazu wurde nicht gefunden, und die Zahlen schließen teils Gewerberäume ein (NRW: 10.635 Räumungen, davon 10.118 Wohnraum). Die oft genannte Zahl „rund 30.000 pro Jahr“ ist eine Hochrechnung von Caren Lay, keine amtliche Summe.

Was misst die Haus & Grund-Zahl „10,3 Prozent von Mietausfall betroffen“?

Die per dts verbreitete Meldung vom 14.07.2026 („Jeder zehnte Kleinvermieter von Mietausfall betroffen“; „waren 10,3 Prozent im vergangenen Jahr von Mietausfällen betroffen“) ergibt sich rechnerisch aus der Broschüre: 44,6 Prozent der Mitglieder hatten Konflikte, davon nannten 23,0 Prozent Mietausfall (0,446 × 0,230 ≈ 10,3 Prozent). Gemeint ist der Anteil befragter Verbandsmitglieder, die Mietausfall als Konfliktgrund angaben – keine Ausfallquote der Mieten und keine repräsentative Zahl für alle Vermieter.

Mietnomaden: 15.000, 12.000 oder 1.000 Fälle pro Jahr?

Die R+V-Versicherung (Seite „Zuletzt aktualisiert: Mai 2026“) schreibt: „Der Haus & Grund Verband spricht von ca. 15.000 Mietnomadenfällen, der deutsche Mieterbund von 1.000 Fällen.“ Haus & Grund selbst nannte 2010 „ca. 12.000“ errechnete Fälle, ohne Methode. Die einzige wissenschaftliche Studie (Universität Bielefeld, 2011) zählte nur gemeldete Fälle und wollte ausdrücklich keine Gesamtzahl ermitteln; Haus & Grund kommt mit einer weiteren Definition (Zahlungseinstellung in den ersten sechs statt drei Monaten) auf 637 statt 426 Fälle. Keine der Jahreszahlen ist belegt.

Instandhaltungspauschale nach II. BV: 11,50 Euro oder 18,62 Euro?

Der Gesetzestext auf gesetze-im-internet.de zeigt die Ausgangsbeträge; § 28 Abs. 5a verweist auf die dreijährliche VPI-Fortschreibung nach § 26 Abs. 4. Ab 2026 liegt zudem die jüngste Altersklasse (unter 22 Jahre) mit 11,50 Euro zufällig genau auf dem alten Gesetzeswert der ältesten Klasse – Ratgeber, die den Gesetzestext abschreiben, nennen deshalb veraltete Werte.

Methodik

Jede Zahl wurde am 1. November 2026 in ihrer Quelle gelesen und mit der Stelle belegt, an der sie steht (im JSON-Download je Zeile). Zahlen aus eigenen Datenreihen — Verbraucherpreisindex, Mietpreisbremse-Register, CO₂-Stufen, Kautionszins — berechnet die Seite aus denselben Daten wie die Rechner; die Angaben tragen den Stand der jeweiligen Datenreihe. Verbandszahlen sind gekennzeichnet. Nicht aufgenommen: Zahlen ohne nachvollziehbare Quelle. Nächste Prüfung 31. Januar 2027; die Adresse dieser Seite bleibt bei jeder Aktualisierung gleich. Korrekturen an hallo@nunc.immo.

Lizenz und Zitat

Zusammenstellung, CSV und JSON unter CC BY 4.0; jede Zahl behält die Lizenz ihrer Quelle.

Nunc MietProfi (2026): Vermieter in Zahlen 2026. Stand 1. November 2026. https://www.nunc.immo/studien/vermieter-in-zahlen

FAQ

Überwiegend aus amtlichen Quellen — Statistisches Bundesamt, Zensus 2022, BBSR, Bundestagsdrucksachen —, dazu aus Studien und von Verbänden. Jede Zahl nennt Herausgeber, Veröffentlichungsdatum, Lizenz und die Stelle der Quelle, an der sie steht. Verbandszahlen sind als Interessenvertretung gekennzeichnet.

Weil die Quellen Verschiedenes zählen: Haushalte oder Personen, alle Wohnungen oder nur vermietete, ein Stichtag 2022 oder eine Schätzung für 2025. Der Abschnitt „Zahlen, die sich widersprechen“ stellt die Werte nebeneinander und sagt, woher der Unterschied kommt.

Die Zusammenstellung, CSV und JSON stehen unter CC BY 4.0: mit Nunc MietProfi als Quelle und Link auf diese Seite. Jede Zahl behält die Lizenz ihrer Quelle; amtliche Daten stehen meist unter der Datenlizenz Deutschland – Namensnennung 2.0.

Die Quellen stehen an jeder Zahl. Alle 58 Zeilen mit Herausgeber, Titel, URL, Datum und Lizenz: CSV.

Nicolai Schmid, Gründer von Nunc MietProfi.

Dieser Beitrag gibt Erfahrungen und allgemeine Informationen wieder und ersetzt keine Rechtsberatung. Für verbindliche Auskünfte zu Mietrecht und Steuern wenden Sie sich bitte an eine Anwältin, einen Anwalt oder eine Steuerberatung.